Die Chartered Institution of Building Services Engineers (CIBSE) hat soeben die aktualisierte Ausgabe von TM59 veröffentlicht: „Overheating Risk in Dwellings – A Design Stage Methodology (2026)“, das führende Rahmenwerk zur Bewertung des Überhitzungsrisikos in Wohngebäuden mithilfe dynamischer thermischer Simulationen.
Die neue Ausgabe berücksichtigt die neuesten Klimaprognosen, Forschungsergebnisse zum Schlafkomfort, aktualisierte Überhitzungskriterien und legt einen stärkeren Schwerpunkt auf eine „Passive-First“-Planung.
Kernaussagen aus TM59:
✅ Überhitzung bereits in der Planungsphase bewerten
✅ Passiven Massnahmen wie Beschattung, natürlicher Lüftung und thermischer Masse Vorrang einräumen
✅ Gebäude unter zukünftigen Klimabedingungen testen
✅ Abhängigkeit von mechanischer Kühlung und damit verbundenen Energieverbrauch reduzieren
✅ Sommerkomfort, Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Bewohner verbessern
📢Warum sollte dies Schweizer Fachleute interessieren?
In der Schweiz treten immer häufiger und intensiver Hitzewellen auf. Gleichzeitig werden moderne Wohngebäude zunehmend luftdicht, hochisoliert und verfügen oft über grosse Verglasungsflächen. Diese Eigenschaften fördern zwar die Energieeffizienz im Winter, können aber das Risiko einer Überhitzung im Sommer erheblich erhöhen.
📢Obwohl TM59 für Grossbritannien entwickelt wurde, stellt CIBSE ausdrücklich fest, dass die Methodik auch für andere Regionen mit gemässigtem Klima von Nutzen ist.
Für Schweizer Planer, Architekten, Ingenieure und Forscher bietet TM59 einen soliden und transparenten Rahmen, um:
👉den Sommerkomfort objektiv zu bewerten
👉klimaresiliente Wohngebäude zu entwerfen
👉Energieeffizienz und Wohlbefinden der Bewohner in Einklang zu bringen
👉die künftige Anpassung der Schweizer Norm SIA 180 (in Überarbeitung) zu unterstützen
📢Da die Klimaanpassung zu einer zentralen Planungsaufgabe wird, lohnt es sich, TM59 weit über das Vereinigte Königreich hinaus zu untersuchen.
Bei der Zukunft des nachhaltigen Wohnens geht es nicht nur darum, Gebäude im Winter warm zu halten – es geht ebenso darum, sie im Sommer angenehm zu gestalten.
