Nach zwei grossen Hitzewellen in Europa in diesem Jahr wird eine Realität zunehmend unmöglich zu ignorieren: Extreme Hitze ist keine Ausnahme mehr – sie wird zur Norm.
Ein aktueller Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) und Eurofound weist hervor, dass vier von fünf Befragten in den letzten fünf Jahren klimabedingte Auswirkungen erlebt haben, wobei unangenehme Hitze eines der am häufigsten gemeldeten Probleme ist. Gleichzeitig bleiben die Bedenken hinsichtlich zukünftiger Hitzerisiken in ganz Europa hoch.
Was vielleicht noch besorgniserregender ist, ist das Grad der Vorbereitung. Weniger als die Hälfte der Befragten gab an, wichtige Wärmeschutzmassnahmen wie äussere Beschattung oder effektive Dämmung zu haben, während nur etwa ein Drittel über Kühl- oder Lüftungssysteme verfügt. Mehr als jeder fünfte Haushalt gab an, über keine der in der Umfrage aufgeführten Massnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit zu verfügen.
Für den Bau- und Immobiliensektor sind die Implikationen klar:
✅ Hitzebeständigkeit muss ein zentrales Designziel werden.
✅ Passive Lösungen wie äußere Beschattung, Lüftungskühlung und thermische Masse werden zunehmend wichtig.
✅ Klimaanpassung ist nicht mehr nur ein Umweltproblem – es geht um Gesundheit, Komfort, Produktivität und Vermögenswerte.
Die Frage ist nicht mehr, ob wir unsere Gebäude an ein wärmeres Klima anpassen müssen. Die Frage ist, wie schnell wir es schaffen können.
FREI WÜEST EXPERT beteiligt sich an der nationalen, europäischen und weltweiten Normenarbeit, um Lösungen für die Klimaadaption von Gebäuden in Normen implementieren zu können.
